Field Trip zur Flandernhöhe – eine Zeitreise in die 1970er-Jahre
Es war ein echter Wow-Effekt, als wir uns vergangene Woche zum Field Trip der IBA’27 Friends im IBA’27-Vorhaben »Urbane Transformation Flandernhöhe« getroffen haben. Schon das Foyer des Hauptgebäudes der Hochschule Esslingen, die den Gebäudekomplex derzeit nutzt, ist mit seiner schieren Größe, seinem 1970er-Jahre-Flair und der fantastischen Aussicht auf Esslingen sehr beeindruckend.
Wenn die Hochschule im nächsten Jahr in die Weststadt umzieht, soll aus dem Areal ein nachhaltiges, gemischt genutztes Stadtquartier mit dem Schwerpunkt Wohnen werden.
Nach der Begrüßung durch Friends-Vorstand Thomas Bopp und IBA’27-Projektleiterin Dr. Raquel Jaureguízar war zuerst die »Theorie« dran: Axel Fricke, Leiter des Stadtplanungsamts Esslingen a.N., erläuterte den Prozess, die Intentionen und die Herausforderungen für die Stadt, die mit der Transformation des Areals etwa 500 neue Wohnungen schaffen will. Im Anschluss gab Prof. Sebastian Zoeppritz interessante Einblicke in das Verfahren des städtebaulichen Ideenwettbewerbs und erläuterte die Gründe, die zum 1. Preis für Octagon Architekturkollektiv mit studiofutura geführt haben.
Bei der anschließenden Führung mit Frauke Hohl, Abt. Stadtentwicklung, Esslingen a. N. und den Prorektor der Hochschule Esslingen, Prof. Dr.-Ing. Markus Tritschler und Petra Thiebes, stv. Leiterin Abt. Facility Management der Hochschule Esslingen, durch die einzelnen Gebäude kamen wir teilweise aus dem Staunen nicht mehr heraus: Ob eine integrierte Kletterwand mitten im Gebäude, die großzügig verglaste Aula, ein zeitlos modernes Wegeleitsystem oder das künstlerische Farbkonzept – das im Mai 1974 eröffnete Haus ist mit seiner Anmutung und Ausstattung ein stimmiges Beispiel für Bildungsbauten der Nachkriegsmoderne. Dementsprechend schnell liefen die Fotospeicher der Mobiltelefone voll, denn die Motiv-Auswahl war einfach großartig – erst recht in der frühlingshaften Abendsonne.
Herzlichen Dank an alle, die diesen tollen Blick ins Innere der Flandernhöhe ermöglicht haben.






Ursula Hoffmann / IBA’27-Team
